Der Sommerurlaub ist vorbei und ich bin zurück an meinem Schreibtisch mit Blick auf den Garten. Leider ist der weit nicht mehr so grün, wie er vor unserer Abreise war, die Hitze hat ihm stark zugesetzt. Besserung ist nicht in Sicht, auch wenn der Himmel heute wolkenverhangen ist. Das hat auch einen Vorteil, wenn auch nur einen kleinen.
Eigentlich wollte ich im schwedischen Ferienhaus mein aktuelles Manuskript beenden und vielleicht sogar schon mit der Überarbeitung anfangen. Der Plan war, vor allen anderen aufzustehen und noch vor dem Frühstück mindestens eine halbe Stunde zu schreiben. Gemacht habe ich das genau einmal.
Warum ich damit aufgehört habe?
Weil das Wetter sonnig, aber nicht zu heiß war. Weil die Wälder um das Haus herum wunderschön sind. Weil der See nicht weit entfernt ist. Weil es in der Umgebung viel zu sehen gibt. Und vor allem: Weil ich gemerkt habe, dass ich den Schlaf brauche.
Ich wollte im Urlaub nicht früh aufstehen, ich wollte ausschlafen. Und tagsüber hatte ich keine Lust, mich an den Laptop zu setzen, wenn die anderen am See waren oder einfach draußen. Ich habe schnell gemerkt, Schreiben kann ich auch zuhause. Durch den Wald, der direkt vor der Haustür beginnt, streifen und dabei Kraft tanken, das kann ich nur hier.
Und deshalb blieb das Manuskript dann doch wochenlang zu – in der Hoffnung, dass ich meine Energiereserven genug auffüllen kann, um es nach dem Urlaub rasch zu beenden.
Jetzt bin ich wieder zuhause und – ehrlich gesagt – ziemlich müde. Die Reise war anstrengend, die Wäsche türmt sich, Haus, Garten und Tiere brauchen Pflege.
Ich nehme mir noch dieses Wochenende Zeit, aber dann starte ich hoffentlich in den Endspurt. Wenn es mich nicht ständig ins Freie zieht, sollte das doch zu machen sein …
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